Die Wahl der Bestattungsart

Bestattung – selbstbestimmt und würdevoll

Nicht nur den Trauerfeierlichkeiten als Abschiedszeremonie kommt eine wichtige Bedeutung zu – auch der Ort bzw. die Art der Bestattung ist wichtig. Wenn dies auch vielfach unterschätzt wird.

Die Hinterbliebenen möchten sichergehen, dass der Verstorbene gut aufgehoben ist. Das kann Halt und Kraft geben und erleichtert manchmal auch den Übergang in ein Leben ohne den Verstorbenen.

Die Hinterbliebenen merken plötzlich, wie wichtig es ihnen ist zu wissen, wo und wie der Verstorbene seine letzte Ruhe findet. Trauer braucht nicht nur Raum und Zeit – sie braucht auch einen Ort.

Bestattungsarten

Viele Menschen haben schon zu Lebzeiten eine Vorstellung davon, wie sie bestattet werden möchten. Haben sie dies in einem Bestattungsvorsorgevertrag dokumentiert, so ist die Entscheidung für die Hinterbliebenen einfach. Gibt es keine klar festgelegten Wünsche, so müssen die Hinterbliebenen die Entscheidung treffen. 

Gerne helfen wir dabei herauszufinden, welches die „richtige“ Bestattungsart für den Verstorbenen ist. 

Für eine erste Information finden Sie im Folgenden eine Auflistung verschiedenster Grabarten und Bestattungsformen. Wenn Sie eigene Vorstellungen haben, fragen Sie uns. Wir wissen, was machbar ist.

Hier erhalten Sie eine Übersicht der Bestattungsarten:

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Die Wahl der Bestattungsart

Wer entscheidet über Bestattungsort und Bestattungsform?

Für die Wahl von Bestattungsformen und Bestattungsort  ist in erster Linie der Wille der verstorbenen Person ausschlaggebend. Je nach Bundesland gelten für dieses Thema individuelle Gesetze. Eine Einäscherung sollte entweder vom Verstorbenen oder durch berechtigte Verwandte ausdrücklich und schriftlich angeordnet werden. Ebenso verhält es sich mit der Urnenbeisetzung auf See. Erdbestattungen, also die Beisetzung eines Sarges oder einer Urne, dürfen nur auf Friedhöfen vorgenommen werden.

Die Erdbestattung ist die konventionelle Bestattungsform. Sie betrifft mehr als die Hälfte aller Bundesbürger. Die verstorbene Person wird in einem Sarg auf einer Wahl- oder Reihengrabstelle der Erde übergeben. Alternativ ist eine Feuerbestattung möglich. Hier wird der Körper eingeäschert und in der Regel in einer Urne auf einer Urnengrabstelle beigesetzt. Eine Variante der Feuerbestattung ist die Seebestattung, bei der die Urne der See übergeben wird.

Die Erdbestattung

Wie die Zeremonie einer Bestattung, so gehört auch die Bestattungsform zur Individualität des Verstorbenen. Zur Auswahl stehen verschiedene Varianten der Erd- und der Feuerbestattung. Je nach Friedhof und Leistung fallen natürlich unterschiedlich hohe Kosten an. Die folgende Liste gibt einen Überblick über die Grabarten.
 

  Wahlgrab (Erd,-Feuerbestattung)

Schon zu Lebzeiten den Friedhof und den Platz des Grabes auswählen – das ist möglich, wenn man sich für ein Wahlgrab entscheidet. Das Nutzungsrecht an diesem Grab kann immer wieder verlängert werden, beispielsweise im Zuge einer weiteren Beisetzung.
 

  Reihengrab (Erd,-Feuerbestattung)

In Reihen platzierte Gräber werden in chronologischer Folge belegt: Die Reihe wird mit jedem verstorbenen Individuum fortgeführt. Die Grabstellen sind also für nur eine Bestattung ausgelegt. Familienangehörige müssen später an einem separaten Platz bestattet werden.
 

  Rasengrab (Erd,-Feuerbestattung)

Auf einem Rasengrab ist in der Regel ein Grabstein platziert, vorgeschrieben ist das jedoch nicht. Für Pflege des Rasens ist der Träger der Grabstelle verantwortlich.
 

Die Feuerbestattung

Für eine Feuerbestattung müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein: Eine entsprechende Verfügung des Verstorbenen ist ebenso notwendig wie eine zweite Leichenschau vor der Verbrennung des Sarges im Krematorium. Vergleichbar mit der Dekomposition des Körpers bei einer Erdbestattung, kommt es bei der Verbrennung durch auf 1000 Grad erhitzte Luft zu einer Dehydrierung. Der Vorgang ist jedoch viel schneller abgeschlossen: Er dauert nur ca. 90 Minuten. Nach der Verbrennung nimmt eine Aschekapsel die Asche des Verstorbenen auf. Sie trägt den Namen, das Geburts- und Todesdatum sowie das Datum der Einäscherung. Bestattet wird die Kapsel in einer weiteren Schmuck- oder Umurne.

•   Urnenwände (Feuerbestattung)

Als Kolumbarium wird eine Urnenwand bezeichnet. Jede der Kammern in dieser Wand kann eine oder mehrere Urne aufnehmen. Eine Gravur, meist in eine Mamorplatte gemeißelt, erinnert an die Verstorbenen.

 Urnengräber im Erdbereich

Als Belegung für eine, zwei oder 4 Urnen. Die Grabvariaten gibt es als Pflegegräber oder Pflegefreiegräber.

Die Seebestattung

Auch im Falle einer Seebestattung wird die Asche des Verstorbenen zunächst in eine Seeurne gefüllt. In Anwesenheit der Trauergäste wird diese wasserlösliche Urne auf hoher See von einem Schiff aus dem Meer übergeben.

Waldbestattung

Nach der Einäscherung wird die Urne an der Wurzel eines Baumes beerdigt. Viele Menschen wünschen sich eine individuelle, naturnahe Art der Bestattung.

Die Beisetzung in einem Wald bietet eine einzigartige, stimmungsvolle Ruhestätte. Die Baumart und der Baum können frei gewählt werden und wird für Jahrzehnte nicht mehr für weitere Beisetzungen verwendet. Der gewünschte Baum wird mit einer Kennzeichnung versehen und in einer Waldkarte eingetragen.

Die Angehörigen können den Baum so jederzeit wiederfinden.